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Ein Kleinod in der nördlichen Lagune

Von Lothar W. Pawliczak

Burano ist die farbigste aller Laguneninseln: Die Fischer können so von fern ihr Haus erkennen. Die Siedlung ist klein (0,21 km²), überschaubar und besteht aus 4 durch den Rio Ponticello, Rio Zuecca und Rio Travova abgetrennte, durch Brücken verbundene Inseln mit 5 Quartieren: San Martino, San Martino Sinistro, San Mauro, Giudecca und Terranova (ca. 3-5.000 Einwohner).
Der zentrale Platz ist die Piazza Baldessare Galuppi mit einer Büste des Komponisten (genannt il Buranello 1703-†1785), der von hier stammt, mit der Kirche San Martino Vescovo (mit einem Gemälde der Kreuzigung von Giovanni Battista Tiepolo 1725 = das 2. Gemälde links: unten links hat er sich in einem Oval selbst porträtiert) und dem Mueseo Merletto, dessen Restaurierung und Neugestaltung noch nicht abgeschlossen ist (2010 noch geschlosen).

Die meisten Einwohner leben vom Fischfang, der Herstellung der Spitzen (wahrscheinlich ist die Spitzennäherei auch vom Knüpfen der Fischernetze abgeleitet), die hier seit dem 16. Jh. zunächst als Nebenerwerb gefertigt werden - und natürlich vom Tourismus. Und natürlich ist es wie in allen Touristenorten in der Welt: Vieles, was hier als Souvernier verkauft wird, ist nicht hier hergestellt (Die fleißigen Asiaten wollen ja schließlich auch leben.). Aber: Wer in einem Laden sieht, wie die Handwerkserzeugnisse tatsächlich produziert werden, ist meist bestens bedient. Ich empfehle z.B. das Geschäft La Orchidea in der Via Baldessare Galuppi/Ecke Rio Terra pizzo nahe der Piazza Baldessare Galuppi: Die Besitzerin ist die Schneiderin, die die Kleider (alles Unikate) näht, ihr Mann malt die Bilder und ihre Tochter sitzt meist im Laden, näht Spitzen und erklärt auch auf Deutsch die Technik.

Sieha auchwww.qype.com/lists/692540-noerdliche-Lagune-von-Venedig

Geschrieben 16.09.2010, Geändert 16.09.2010, 3256 x gelesen.

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